Bu-ba-bi!

Erster Ferientag in Lohr. Weil es immer Streit gibt, wenn Ruben und Anatol gemeinsam Fußball spielen, und wir den Urlaubs-Luxus haben, dass neben Papa auch noch Opa zur Verfügung steht, spielen wir auf zwei Tore.  Papa, komm, Bu-ba-bi!, sagt Anatol, nimmt meine Hand, und wir verziehen uns Richtung Gartentor. Opa und Ruben schießen auf die große Garage, die in einem 90-Grad-Winkel zum Gartentor liegt

Während Ruben (5,75) a.k.a. Manuel Neuer von Opa mit einem Plastik-Jabulani warmgeschossen wird, übt Anatol (2,25) Bergauf-Torabstöße mit einem Stoffball. Auf die Betze, fäädis, loss! ruft er begeistert und kickt das Spielgerät Richtung Hof. Wei-eis!, schiebt er hinterher, denn von seinem großen Bruder hat er gelernt, dass jeder Schuss ein Treffer ist – jedenfalls nicht unkommentiert bleiben darf. Doch auf das 2:1 folgt sogleich das eis-eis. Es kommt eben nicht so sehr auf das Ergebnis, als vielmehr auf die Spielfreude an.

Immer wieder legt sich Anatol den Ball zwei Meter vor. Muss hiie!, sagt er – und: Auf die Betze, fäädis, loss! Vier-eis! Dann sagen Opa und Papa gleichzeitig „Oh, Pfosten!“, aber nur Ruben freut sich, dass es kein Tor ist. Komm mit, Papa, sagt Anatol und zieht mich freundlich Richtung Terrasse. Auch Mama und Oma sollen sehen, wie schön Fußball sein kann.

 

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