Wahlsprüche

Sonntag gegen fünf noch schnell die Stimme abgeben und dann auf zur Wahlparty der Grünen, die gleich um die Ecke von uns in der Berliner Columbiahalle stattfindet. Die Kinder mucken nicht, als wir sie in der Obhut der Großeltern zurücklassen.

Als sich das Ausmaß des Merkelschen Triumphs abzeichnet und klar ist, dass für die Grünen nicht mehr viel zu holen ist, gehen wir nach Hause, um wenigstens noch die Kinder ins Bett zu bringen.

Anatol schläft schon, doch Ruben ist wach und hocherfreut, die Heimkehr der Eltern noch mitzubekommen. Warum seid ihr schon wieder da?, fragt er. Ich erwidere, dass wir jetzt unbedingt auf dem Computer nachschauen müssen, ob es für Mamas Abgeordnete gereicht hat. „Wenn die Leute die Frau gewählt haben“, erkläre ich meinem Sohn, „dann hat Mama ab nächste Woche einen Job! Aber es kann auch sein, dass es nicht klappt“, schließe ich.

Bist du traurig?, fragt Ruben und schiebt seinerseits eine Erklärung nach: Bei uns haben die Grünen ja nicht so viele Stimmen…
(Nota bene: Wir wohnen im Ströbele-Land, dem einzigen Wahlkreis Deutschlands, der einen grünen Direktkandidaten in den Bundestag entsendet…)

Kurz vor Mitternacht wissen wir: Es hat dann doch gereicht. Für Ströbele und für „unsere“ Abgeordnete.

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