Niemals

Kürzlich erzählte Ruben, wie sein Freund Aaron in der école für ungehöriges Betragen bestraft worden sei: Aaron war puni. Er musste stundenlang da sitzen und durfte niemals mitmachen.

Dann spielten wir „Memory“, und Ruben tönte siegessicher: Du gewinnst niemals! Als ich schließlich abends meinem Wunsch nach etwas mehr Ordnung im Kinderzimmer Ausdruck verlieh, beschied mich mein Sohn: Wir wollen das Legohaus niemals mehr aufräumen.

Ich rätselte lange, wo mein Sohn gelernt hatte, sich so gewählt auszudrücken. Meine Frau und ich reden zwar gern gescheit daher, würden aber nie nicht „niemals“ sagen. Also woher hat er das?

„Na, von den Kinder-CDs!“, erkannte meine Frau richtig. Und tatsächlich: Nur so war zu erklären, dass mein vierjähriges Kind mir Sachen an den Kopf warf wie Die Schokolade ist nicht für dich bestimmt!

Die Kinder aus der Krachmacherstraße, Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer und natürlich die unvermeidlichen Karlchen-Geschichten waren die Quelle, aus der sich der elaborierte Code des kleinen Rubelmanns speiste.

Apropos speisen: Vor ein paar Tagen wollte Ruben partout nicht den leckeren Wirsingeintopf aufessen, den sein Vater ihm aufopferungsvoll gekocht hatte. „Nachher gibt es dann keinen Nachtisch!“, warnte ich. Aber das war Ruben egal: Ich sag niemals, dass ich Hunger hab!

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