Oh Tannenbaum, oder: Alles halb so wild

Heute hat zur Abwechslung mal Ruben mich getröstet. Und das kam so:

Nachdem ich meinen Sohn von der Kita abgeholt hatte, fuhren wir mit Puky und Buggy zum Baumarkt (der ungefähr einen Kilometer von der Kita entfernt liegt). Das heißt, Ruben fuhr ungefähr 200 Meter mit dem Laufrad und wollte dann lieber mit dem Kinderwagen weiterfahren. Das Laufrad drapiere ich (sofern dieses eher textile Verb hier zulässig ist, aber mir fällt kein anderes ein) in solchen Fällen dann raffiniert über das Verdeck des Buggys, so dass der Lenker rechts neben dem Buggy hängt, der Tritt auf dem Verdeck aufliegt und der Sattel haarscharf links neben dem Verdeck hängt. Das bedarf einigen Ruckelns, aber wenn man es mal raushat, sitzt das Puky perfekt und man kann Kind und Wagen bequem schieben.

Aber davon wollte ich gar nicht erzählen. Sondern von den Glühbirnen, die wir bei Brico erstanden haben (das ist so eine Art Praktiker in halbgroß). Da unsere Flurlampe der Birnen viere braucht, wovon zwei kürzlich einem Kurzschluss erlagen, kaufte ich zwei Energiesparlampen zum stolzen Preis von je 6,59 Euro. Ruben wollte auch noch ein paar Christbaumkugeln kaufen (Papa, da ist ein Oh-Tannenbaum!), gab sich dann aber mit einem Malbuch zufrieden.

Zuhause angekommen, machte ich mich gleich daran, die Leuchtmittel anzubringen. Das heißt: Ich versuchte es. Die Birnen waren nämlich so kunstvoll in ihrem Karton verbarrikadiert, dass ich beim verzweifelten Versuch der Birnenbefreiung so heftig an der Verpackung riss, dass die erste Birne (eigentlich war es eher eine Kerze) in hohem Bogen auf den Boden segelte und dort unerwartet, aber doch irgendwie erwartbar zerschellte.

SCHEISSE!!! brüllte ich dem Anlass angemessen. Scheiße, wiederholte Ruben, der das Ganze interessiert aus der Halbdistanz beobachtet hatte. Scheiße!! bekräftigte er. SCHEISSÄÄH!!!

Fluchend kehrte ich die Scherben des Hightech-Leuchtmittels zusammen, während mein Sohn begütigend auf mich einredete: Papa, c’est pas grave! – Stimmt, aber sechsneunundünfzig für’n Arsch, das heißt, für eine Birne, die schon im intakten Zustand wie eine Verhörlampe leuchtet, und dann auch noch kaputtgeht… ARRCH… alles halb so wild, tu as raison, mon loulou, ce n’est pas grave.

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