Beiläufige Frage

Manchmal sind es ja die kleinen Veränderungen, die einen begeistern. Heute fragte Ruben zum Beispiel nicht „Wo ist der Bagger?“, sondern „Wo ist der Bagger eigentlich?“

Und das ist insofern bemerkenswert, als er damit ein neues Level der sprachlichen Differenzierung erreicht hat – denn das kleine Wörtchen eigentlich vermag laut Duden gleich zweierlei:

  1. es verstärkt oder relativiert besonders in Fragesätzen eine gewisse Anteilnahme, eine vorwurfsvolle Äußerung
  2. es signalisiert in Fragesätzen eine gewisse Beiläufigkeit, einen spontanen Einfall; nebenbei bemerkt, übrigens, was ich noch sagen wollte

Ganz nonchalant, gleichsam im Vorübergehen (oder wie wir Frankophilen sagen: en passant) stellte Ruben seine Frage: Wo ist der Bagger eigentlich?

Aber wenn man genau hinhörte, sagte er eigentlich: eigentlis.

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3 Antworten zu Beiläufige Frage

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