Brüssel machen

Heute früh spielte ich mit meinem Sohn Puzzle. Da hörder, sagte Ruben, wenn er mich darauf hinweisen wollte, wo ein Puzzleteil anzulegen war. Und auch den erstaunlichen Satz: Da fehlt wohl ein Stück. In der Tat ist das Mittelstück des Neuner-Puzzles leider verlorengegangen.

Morgen kommt die Sonja, verkündete Ruben schließlich. Ich hatte ihm vor ein paar Tagen erzählt, dass wir bald nach Lohr fahren würden, zu Oma und Opa, und dass meine Schwester Sonja auch dorthin kommen würde. „Die Sonja kommt aber erst übernächste Woche, wenn wir bei Oma und Opa sind,“, erinnerte ich ihn, „und zwar nach Lohr. Ruben, sag mal ‚Lohr'“.

Ruben sah mich an und sagte Lohr. Ich fragte: „Und wo haben wir vorher gewohnt?“ Blin, sagte Ruben. Ich war beeindruckt. „Und wo wohnen wir jetzt?“ Brüssel. Eine Premiere.

Dann zeigte Ruben auf unser Katzen-Puzzle und sagte: Brüssel machen! Ich lachte – die klangliche Ähnlichkeit war mir noch gar nicht aufgefallen. Wir puzzelten noch ein bisschen herum, und nach langwierigen Verhandlungen gelang es mir, Ruben irgendwann davon zu überzeugen, dass es jetzt Zeit sei, in die Kita zu gehen. Wir holten das Fahrrad seiner Mutter aus dem Keller. Als ich ihn in den Kindersitz setzte und ihm einen Abschiedskuss gab, sagte Ruben nochmal Brüssel und lachte.

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