Letzte Ausfahrt Rumst

Nicht mal vier Monate wohnt der Parkwächter nun in Brüssel – und doch stellen sich bei der Rückkehr aus dem Osterurlaub fast schon heimatliche Gefühle ein, als irgendwann hinter Antwerpen die Schilder mit den niedlichen Ortsnamen auftauchen: Duffel, Rumst, Drogenbos. Bald sind wir wieder zuhause.

Und dann dieser Empfang! Als wir ächzend unser Gepäck und die 20 Liter Reismilch für Ruben aus dem Auto wuchten, weht von irgendwo Kammermusik zu uns herüber. Sie kommt aus dem Waschsalon an der Ecke, wo vor schweigenden Wäschetrommeln andächtig eine Handvoll Menschen sitzt und einem Streichquartett lauscht.

Unwissenderweise sind wir pünktlich zum Festival Tête à Tijd heimgekehrt, das zum ersten Mal stattfindet und die Bewohner von Saint-Josse-ten-Noode überall dort mit großer Kunst verwöhnt, wo man sonst nur profan die Zeit vetrödelt: beim Friseur, im Hotel und im Waschsalon.

Schöne Idee! Und irgendwie typisch belgisch, will mir scheinen.

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