Ich fühl es

Zur Zeit spielt Ruben gern das Fische-Spiel. Das gab es auch in meiner Kindheit schon: Mit kleinen Angeln, an denen Magneten befestigt sind, kann man allerlei Meeresbewohner – Fische, Seesterne, aber auch Gummistiefel, Dosen und sogar eine kleine Schatztruhe – bergen.

Das “Aquarium” hat eine kleine Kartonwand, über die man eigentlich nicht drüberschauen darf, damit das Angeln nicht gar so leicht ist. “Nicht gucken!”, sage ich. Aber Ruben ist natürlich viel zu neugierig, um sich an diese einschränkende Regel zu halten.

Auf diese Weise angelt er sich immer die größten, hübschesten Fische – unter anderem den imposanten Sägerochen. Guck mal, Mama: Sägi! ruft er dann, springt vom Sofa auf und rennt freudestrahlend zu seiner Mutter, die noch am Frühstückstisch sitzt.

“Du hast schon wieder geguckt!”, beschwere ich mich. Auf meinem Haufen befinden sich nur eine leere Dose, ein Gummistiefel und ein kleiner Seestern. “Du musst es fühlen!”, insistiere ich.

Ruben kehrt zum Spielsofa zurück und hängt die Angel wieder ins Aquarium. Konzentriert lässt er die Rute über den Meeresboden wandern. Dann sagt er: Ich fühl es!

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